03 April, 2008

Journalisten blicken positiv in die Zukunft

--- Die DPA-Tochter Newsaktuell hat 3000 Redakteure nach ihrer Meinung gefragt, ob es richtig ist, dass die Zeitungsverlage ins Online-Geschäft insvestieren. Spannende Erkentnis: Nur zwei Prozent der Redakteure glauben, dass das Onlineangebot das Printgeschäft schädigt. Bislang galt das immer als eines der Haupt-Gegenargumente und war letztlich auch ein Argument der Verlage, weshalb es ihnen wirtschaftlich nicht mehr so gut geht, wie noch vor acht Jahren.


Überhaupt scheint die Stimmung unter den Journalisten momentan besser zu sein als vermutet. Trotz teilweise düsterer Zukunftsprognosen sind mehr als zwei Drittel der deutschen Medienmacher mit ihrer beruflichen Situation im Allgemeinen zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Mehr als drei Viertel von ihnen meinen, dass ihre Arbeit Freude bringe, drei von vier halten ihren Aufgabenbereich für interessant und vielseitig und zwei Drittel haben genügend
Freiräume, um den eigenen Job kreativ zu gestalten. Lediglich 16 Prozent sind unzufrieden mit ihrer beruflichen Situation und klagen über zu kleine Gehälter oder mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten.


Die meisten Redakteure sind überzeugt, dass Printmedien immer noch die Leitmedien schlechthin sind. Sorgen machen sie sich laut Umfrage aber auch.


Als größte Gefahren für den etablierten Journalismus werden schlechte Ausbildungen genannt, dicht gefolgt vom Outsourcing gesamter Redaktionen und der Abkehr der jüngeren Generation vom Qualitätsjournalismus.

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17 Juli, 2007

Bitkom: Jeder Fünfte liest online Zeitung

--- Jeder fünfte Deutsche liest laut einer Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) online Zeitung. "Im ersten Halbjahr 2007 wurden die 20 meistgenutzten News-Portale in Deutschland rund 1,8 Milliarden Mal besucht – ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006", berichtet Bitkom. liarden. 'Getragen wird der Boom von klassischen Zeitungen und Magazinen. Sie haben ihre Online-Portale in den vergangenen Monaten massiv ausgebaut. Die Grenzen zwischen gedruckter Zeitung und Online-Journalismus schwinden', sagte Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM."
Die Mitglieder des Bitkom freut es natürlich, wenn die Zahl der Online-Nutzer steigt. Nicht ohne Grund beklagt der Verband deshalb auch, dass Deutschland noch lange nicht Spitze ist. "Im europäischen Vergleich liegen die Deutschen bei der Nutzung von News-Portalen allerdings nur unwesentlich über Schnitt. Während 2006 hier zu Lande 19 Prozent der 16 bis 74-Jährigen Nachrichten im Internet lasen, waren es im EU-Durchschnitt 18 Prozent. Zu den Spitzenreitern zählen Finnland (46 Prozent) und Schweden (41 Prozent), zu den Schlusslichtern Irland (8 Prozent) und Rumänien (7 Prozent). Dennoch: In fast allen Mitgliedsstaaten der EU sind die Nutzerzahlen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen – auch in Deutschland. Hier betrug die Quote 2002 erst 10 Prozent und 2004 15 Prozent. Das geht aus Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor."

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28 Januar, 2006

Blog, blogger, am bloggesten: Wer wir sind

--- Seit geraumer Zeit befassen sich Studenten und hochrangige Wissenschaftler mit dem Thema Weblogs. Währen die Laien sie gerne mal die "Klowände des Internets" nennen (von Matt), studieren die anderen vor allem die journalistischen Weblogs genauer. Gegenstand einer Untersuchung war vor kurzem auch unser zweiter Weblog, der Spindoktor, der von Studierenden der Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien befragt wurde. Neben uns wurden weitere journalistische Weblogs untersucht und als Vergleich dazu noch Weblogs von Medienhäusern. Die Ergebnisse findet ihr HIER.

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26 Januar, 2006

Titelgeschichte: Leser stimmen online ab

--- Das „Wisconsin State Journal“ lässt seine Leser seit neuestem täglich über die Titelgeschichte des nächsten Tages abstimmen. Fünf Themen stellt die Zeitung online zur Auswahl, die Leser geben ihr Votum bis 16 Uhr ab. Erstes Top-Thema der Leser: Entlassungen beim Autokonzern Ford. Chefredakteur Tim Kelley hatte vorher die Vermutung geäußert, dass vor allem mehr Sportnachrichten auf die Titelseite rutschen könnten. Ein interessantes Experiment, ob Leser andere Prioritäten setzen als Redakteure.

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29 Dezember, 2005

Jobangebote: Online-Zeitungen stellen ein

--- Während sich die Printmedien mit Neueinstellungen noch zurückhalten, investieren die Online-Zeitungen wieder kräftig. Wie die ABZV in ihrem Januar-Newsletter berichtet, will etwa Spiegel-Online einen siebenstelligen Betrag investieren. "Mit einem Dutzend Neueinstellungen wächst die Zahl der Redakteure auf 50. In einer Umfrage der Agentur OC&C Strategy Consultants und der Zeitschriftenverleger gaben 80 Prozent der Online-Redaktionen an, 2005 mehr Redakteure eingestellt zu haben und auch 2006 personell wachsen zu wollen." Die Zukunft ist offenbar online.

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