03 April, 2008

Journalisten blicken positiv in die Zukunft

--- Die DPA-Tochter Newsaktuell hat 3000 Redakteure nach ihrer Meinung gefragt, ob es richtig ist, dass die Zeitungsverlage ins Online-Geschäft insvestieren. Spannende Erkentnis: Nur zwei Prozent der Redakteure glauben, dass das Onlineangebot das Printgeschäft schädigt. Bislang galt das immer als eines der Haupt-Gegenargumente und war letztlich auch ein Argument der Verlage, weshalb es ihnen wirtschaftlich nicht mehr so gut geht, wie noch vor acht Jahren.


Überhaupt scheint die Stimmung unter den Journalisten momentan besser zu sein als vermutet. Trotz teilweise düsterer Zukunftsprognosen sind mehr als zwei Drittel der deutschen Medienmacher mit ihrer beruflichen Situation im Allgemeinen zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Mehr als drei Viertel von ihnen meinen, dass ihre Arbeit Freude bringe, drei von vier halten ihren Aufgabenbereich für interessant und vielseitig und zwei Drittel haben genügend
Freiräume, um den eigenen Job kreativ zu gestalten. Lediglich 16 Prozent sind unzufrieden mit ihrer beruflichen Situation und klagen über zu kleine Gehälter oder mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten.


Die meisten Redakteure sind überzeugt, dass Printmedien immer noch die Leitmedien schlechthin sind. Sorgen machen sie sich laut Umfrage aber auch.


Als größte Gefahren für den etablierten Journalismus werden schlechte Ausbildungen genannt, dicht gefolgt vom Outsourcing gesamter Redaktionen und der Abkehr der jüngeren Generation vom Qualitätsjournalismus.

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29 Januar, 2008

Was bringt 2008?

--- Das Medienjahr dürfte kaum große Überraschungen bereit halten. Weder sind neue Zeitungen oder Magazine geplant, noch scheint die Medienkrise neue Kreise zu ziehen. Im Gegenteil: Der VDZ geht davon aus, dass das Anzeigengeschäft in diesem Jahr zulegen wird - wenn auch nur leicht.
Hintergrund ist in erster Linie das anhaltende Wirtschaftswachstum in Deutschland, auch wenn sich die Konjunkturdynamik etwas verlangsamen wird. Die positive Entwicklung wird gestützt sowohl durch die niedrigere Preissteigerungsrate als auch durch die Stabilisierung des privaten Konsums. Auch für die Publikumszeitschriften sieht der VDZ Umsatzstabilität auf Vorjahresniveau mit Wachstumsoptionen im Rahmen der allgemeinen Teuerungsrate. Als Treiber des Wachstums sehen die Zeitschriftenverleger die positive Entwicklung einzelner Branchen, die des Finanzsektors, die der Telekommunikation und die des Handels.
Die Branche hatte 2007 kein zufriedenstellendes Jahr. Die Anzeigenvolumen sanken um drei Prozent. Damit schwächelt nach wie vor die Haupteinnahmequelle, während das Anzeigengeschäft im Onlinebereich weiter zulegt.

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30 Oktober, 2007

Es lebe die Zeitung!

--- Die Deutschen bewerten die Zukunft gedruckter Zeitungen und Zeitschriften trotz der Konkurrenz im Internet positiv. Dies ist das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid. Demnach halten 78 Prozent der Deutschen die gedruckte Tageszeitung auch in Zukunft für unverzichtbar, 75 Prozent wollen weiterhin Zeitschriften in gedruckter Form nutzen. Vier Fünftel der Befragten halten Printmedien wegen ihrer Hintergrundinformationen und tiefergehenden Analysen für bedeutsam. Knapp 50 Prozent gaben an, die Bedeutung von Zeitungen und Zeitschriften werde wieder wachsen, wenn der Internet-Boom abgeklungen sei.

Diskussionen im FORUM

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14 September, 2007

Evonik: Die Macht der Anzeige

--- Es dürfte zu den schwereren Unterfangen in der Marketingbranche gehören, einen neuen Markennamen einzuführen. Vor der Aufgabe steht derzeit die RAG, die sich von seiner Steinkohleaktivitäten trennt und als Chemie-, Kraftwerks- und Immobilienkonzern an die Börse gebracht werde soll. "Evonik Industries" heißt das Ganze nun, nicht leicht zu merken. Seit Wochen wurde deshalb schon in Zeitungen und im Fernsehen mit der Frage "Wer macht denn so was" geworben, seit kurzem gibt es die Antwort und zwar mit dem Vorchlaghammer. Im Handelsblatt wirbt der Konzern heute mit einer mehr als halbseitigen Anzeige plus Eckensteher links und rechts vom Logo auf der Titelseite, dazu kommt noch die komplette Seite 2 und die letzte Seite im Unternehmensressort. Auch in anderen Tageszeitungen gibt es einseiteige Anzeigen. Die WAZ aber, Regionalzeitung vor Ort der RAG, wurde laut FR nicht bedacht:
Weil sie zu kritisch über den geplanten Börsengang berichtet habe, seien die Anziegen gestrichen worden. Damit gehen dem Verlag zigtausende Euro verloren.

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25 Februar, 2005

Arbeitsmarkt bleibt angespannt

--- Für Journalisten und alle, die es werden wollen, heißt es weiter: durchhalten! Der DJV rechnet damit, dass immer noch rund 10 000 Journalisten ohne Arbeit sind. Und ein Aufschwung ist noch lange nicht in Sicht. Dennoch scheint der Beruf für viele immer noch ein Traumjob zu sein. Wie seit Jahren schon bewerben sich tausende auf die wenigen Ausbildungsplätze an den deutschen Journalistenschulen. Die ABZV berichtet außerdem zur aktuellen Lage: "Eine Studie des Hamburger Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaften hat jetzt ergeben: In den vergangenen zwölf Jahren ist die Zahl der Journalisten in Deutschland von 54.000 auf 61.000 gestiegen. Die Zahl der Festangestellten blieb mit 36.000 konstant – es gibt also immer mehr Freiberufler. "

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