30 Oktober, 2007

Es lebe die Zeitung!

--- Die Deutschen bewerten die Zukunft gedruckter Zeitungen und Zeitschriften trotz der Konkurrenz im Internet positiv. Dies ist das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid. Demnach halten 78 Prozent der Deutschen die gedruckte Tageszeitung auch in Zukunft für unverzichtbar, 75 Prozent wollen weiterhin Zeitschriften in gedruckter Form nutzen. Vier Fünftel der Befragten halten Printmedien wegen ihrer Hintergrundinformationen und tiefergehenden Analysen für bedeutsam. Knapp 50 Prozent gaben an, die Bedeutung von Zeitungen und Zeitschriften werde wieder wachsen, wenn der Internet-Boom abgeklungen sei.

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29 Oktober, 2007

Al Gore beschimpft Medien

--- Der Friedensnobelpreisträger, engagierte Klimaschützer und ehemalige Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Al Gore, hat bei seinem Deutschland-Besuch die Medien beschimpft. Bei einem Abendessen des Energieversorgers EnBW kritisierte Gore, dass die Medien viel zu oft über Belangloses berichten würden, nicht aber über die wirklich wichtigen Dinge, etwa den Klimawandel. Wichtiger sei es oft, über Britney Spears oder andere Promis und deren Probleme zu schreiben. Gore bezeichnete dies als "Degradierung der Demokratie" und sprach von einer "Krise der Demokratie", weil Journalisten den Klimawandel anzweifeln würden, obwohl er offensichtlich sei.
Da stellt sich die Grundsatzfrage: Haben die Medien der Politik zu dienen und in ihrem Sinne Funktionen zu erfüllen oder sind sie eigenständige Systeme?

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Berufsbild Journalist: Karriere mit Kindern

--- Sttistisch gesehen haben Journalisten im Vergleich zu anderen Berufsgruppen relativ wenige Kinder. Das liegt vor allem an den unregelmäßigen Arbeitstzeiten. Nicht ohne Grund arbeiten Frauen vor allem in den "planbaren" Ressorts, fernab der Tagesaktualität, die ansonsten immer wieder zu langen Arbeitszeiten zwingt. Wie sich Karriere und Kind als Journalist unter einen Hut bringen lässt, versucht jetzt eine Broschüre des DJV zu erklären. Uns liegt sie nicht vor, weshalb wir sie nicht bewerten können. Aber für alle, die sich mit dem Thema bschäftigen, dürfte es Anregungen geben. In der Pressemitteilung des DJV heißt es: "Die Broschüre "Zwischen Schnuller und Schlagzeile" wurde erarbeitet vom DJV-Fachausschuss Gleichstellung und zukunftsorientierte Arbeitszeitmodelle und ist zum Preis von 4,00 Euro zzgl. Porto und Verpackung direkt im Online-Shop der DJV-Verlags- und Service-GmbH zu beziehen. Bestellungen unter http://www.djv.de/Shop."

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28 Oktober, 2007

Spiegel fatal: Pressefreiheit contra Buchtipp

--- Was ist nur los mit dem Spiegel? im aktuellen Heft kürt das Nachrichtenmagazin die 68er zur Titelgeschichte. Hintergrund: Ein Spiegel-Mitarbieter hat ein Buch dazu veröffentlicht. Im hinteren Teil des Heftes findet sich dagegen ein Artikel, der darlegt, dass der Bundestag in Kürze per Gesetz die Pressefreiheit aushebeln wird. Mit der Telekomunikationsüberwachung werde der Informantenschutz verhindert und damit kritischer Journalismus unmöglich, heißt es da. Früher wäre so etwas beim Spiegel die Titelgeschichte gewesen, heute sind es Buchtipps in eigener Sache. Schade.

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27 Oktober, 2007

Flammeninferno: Pressefreiheit in Gefahr

--- Was macht eine Behörde, die öffentlich in die Kritik geraten ist, weil sie die Menschen nicht vor ausufernden Waldbränden schützen konnte? Die US-Notfallbehörde Fema inszeniert einfach eine Pressekonferenz mit falschen Reportern, die seichte Fragen stellen. Das kann nicht wahr sein? Doch! Der Spiegel berichtet: "Es waren erfreulich harmlose Fragen, mit denen sich Harvey Johnson konfrontiert sah. "Sind Sie zufrieden mit Femas Reaktion?", fragte ein Reporter den Vizechef der Federal Emergency Management Agency zur Brandkatastrophe. "Ja, ich bin sehr zufrieden", antwortete Johnson. Kritischer wurde es im Verlauf der am vergangenen Dienstag von der Fema in Washington anberaumten Pressekonferenz nicht - denn alle vermeintlichen Journalisten vor Ort waren in Wirklichkeit Fema-Mitarbeiter, wie die "Washington Post" jetzt herausfand. Die Behörde hatte ihre Pressekonferenz zu den schweren Waldbränden in Kalifornien erst 15 Minuten vor Beginn angekündigt. Deshalb war es keinem einzigen Reporter möglich, bei der Veranstaltung präsent zu sein. Einige Journalisten ließen sich telefonisch zuschalten, konnten jedoch keine Fragen stellen.
Vor Ort waren neben Johnson lediglich Mitarbeiter der Fema anwesend. Die Pressekonferenz wurde von mehreren TV-Stationen übertragen. Die Behördenleute gaben sich zu keiner Zeit als Fema-Angestellte zu erkennen und stellten ihrem Vorgesetzten etliche lammfromme Fragen."


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Merkel, Mindestlohn und Medienschlacht

--- Ho, ha, geht es jetzt der "Springer-Presse" an den Kragen? Die Sueddeutsche erhebt heute indirekt den Vorwurf, Springer betreibe eine Kampagne, die man mit "Merkel contra Mindestlohn" umschreiben könnte. Auslöser ist die aktuelle Titelgeschichte des amerikanischen Magazins Newsweek. Darin wird Merkel als reformmüde beschrieben. Das ist vielen schon vor Monaten aufgefallen. aber weil es die deutsche Politikerin auf den Titel des US-Magazins geschafft hat, was selten einem deutschen Politikier gelingt, war der Trubel groß. Und nicht nur das:
"Am Dienstag dieser Woche übernahm Bild die Newsweek-Titelstory und machte im politischen Teil mit der Schlagzeile auf: "US-Magazin nennt Angela Merkel ,verlorene’ Kanzlerin". Doch fehlte der Hinweis, dass Bild-Mann Müller-Vogg zu den Kräften der Geschichte zählt. Newsweek hat die Biografien der eingespannten Texter abgedruckt. "Die Passagen, die Bild übernommen hat, stammen nicht von den deutschen Gastautoren", teilt Springer-Sprecherin Edda Fels mit. Gemeint ist, dass sich Bild auf die Hauptgeschichte bezieht, also Müller-Vogg nicht erwähnt werden musste. (...) Einen Tag später als Bild - am Mittwoch dieser Woche - thematisierte die Welt, eine andere Springer-Zeitung, im innenpolitischen Teil die "Mär von Maggie Merkel". Im Mittelpunkt der Kritik ("Wirtschaft ... beklagt mangelnden Reformwillen der Regierung") steht Bild-Autor Müller-Vogg mit seiner Newsweek-Einlassung von Merkel als einer "Politikerin ohne innenpolitischen Kompass".
An diesem Beitrag arbeitete auch die Chefkorrespondentin der Welt mit, Mariam Lau, Ehefrau des in Newsweek zitierten Zeit-Kommentators. Einen Tag vorher war Mariam Lau selbst mit einem Gastkommentar im Wall Street Journal vertreten. Ihre Kronzeugen für den "German Reform Blues" sind Regierungssprecher Ulrich Wilhelm und der als "ausgesprochen konservativ" vorgestellte CDU-Vertreter Volker Kauder. Um Merkel geht es auch. Hauptsächlich geht es um das Ende der Reformpolitik und um ein "Schreckensszenario": ein Bündnis von SPD und Linken."
Die SZ sieht den Zusammenhang, dass der Springerverlag derzeit gegen den geplanten Mindestlohn in der Postbranche wettert (wir berichteten). Mit einer eigenen Firma will der Verlag der Post paroli bieten, was mit einheitlichen Mindestlöhnen schwer fällt. Um den Mindestlohn zu verhindern wolle Springer wohl die eigene Macht demonstrieren, um Merkel zum Handeln zu zwingen, lautete die Botschaft. Springer dementiert natürlich. Und vermutlich zurecht. Friede Springer hat doch andere Zugänge zur Kanzlerin als auf eine derartige Art und Weise mit den Muskeln zu spielen. Die Story hat noch andere Schwächen, auch wenn es den bekannten Springerhass bedient. Nur weil Springer mehrere Zeitungen hat und entsprechend die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass auch ein Springerblatt wie alle anderen auch dem Leitmedium Bild folgen: Wie sollte es der Springer-Verlag schaffen, dass ein US-Magazin Merkel auf den Titel hebt? Kundige bitte melden!

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25 Oktober, 2007

Zeitungen: Wer liest heute noch gerne?

--- Ist es zwangsläufig, dass die Zeitungen in Deutschland seit nunmehr 15 Jahren kontinuierlich an Auflage verlieren? Wohl nicht, aber mangelnde Kreaivität verhindert, den Trend umzukehren. Wie der Kressreport berichtet, mussten die deutschen Zeitungsverlage "auch im dritten Quartal 2007 Federn lassen: Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Auflage von Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen um 2,69% zurück. In absoluten Zahlen entspricht das einem Minus von gut 725.000 Exemplaren. Das hat die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) auf Grundlage der IVW-Zahlen fürs dritte Quartal ausgerechnet. Die Zeitungen in den alten Bundesländern hatten dabei ähnlich hohe Verluste (-2,67%) wie die in den neuen Bundesländern (-2,83) zu beklagen."


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24 Oktober, 2007

Bahn-Streik: Die Macht der Sprache

--- Im Konflikt zwischen der Deutschen Bahn AG und der Lokführer-Gewerkschaft GdL wird mit allen Bandagen gekämpft. Vor allem geht es darum, die Hoheit über die öffentliche Meinung zu gewinnen. Wer schlechter da steht, muss sich gegenüber den Bahnkunden für sein Verhalten rechtfertigen. Deshalb ist Sprache von zentraler Bedeutung in dem Kommunikationsstreit zu Streikzeiten. Ausnahmsweise sei hier eine Pressemitteilung veröffentlicht, die das Thema sehr gut zusammenfasst. Sie stammt von Winfried Herrmann, Verkehrsexperte der Grünen im Bundestag:

"Es ist schon erstaunlich, wie es die Kommunikationsexperten der DB AG
verstehen, immer wieder neue Mogelpackungen als kompromissfähiges
Angebot und als Zugehen auf die GDL zu verkaufen. Zumindest versuchen
sie es stets aufs Neue.

So wird aus einem eigenständigen Tarifvertrag im Bahnangebot ein eigener
Tarifvertrag. Aus der Bezahlung für bereits geleistete Überstunden wird
eine Einmalzahlung in Höhe von 2000 Euro, die Ausdehnung der
Wochenarbeitszeit von 41 auf 43 Wochenstunden also die Mehrarbeit gegen
Bezahlung interpretiert die DB AG zu einer 10prozentigen Tariferhöhung.
Das ist zynisch und ganz sicher kein neues Angebot, sondern nur die
mantrahafte Wiederholung des Alten. Besser wird es dadurch nicht.

Und nun der neuester Coup der DB AG: Aus dem Moderatorenvorgabe, ein
konflikt- und widerspruchsfreien Ergebnisses für beide Tarifparteien zu
erzielen, macht DB AG die Formulierung, dass sich jede Vereinbarung mit
der GDL in das „Tarifwerk der DB AG einfügen“ muss. Das ist eine
Verdrehung der Tatsachen."


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23 Oktober, 2007

Al Gore und die Pressefreiheit

--- Er kommt nach Berlin, um seinen - mit dem Friedensnobelpreis belohnten - Vortrag über den Klimawandel zu halten; der Veranstalter EnBW durfte nicht einmal darauf hinweisen, dass er kommt, geschweige denn Interviews vermitteln. Nun hat die PR-Agentur von Al Gore sogar noch durchgesetzt, dass Journalisten heute Abend beim Abendessen mit ihm und Prominenten aus Politik und Wirtschaft nur aus seinem Eingangsstatement zitieren dürfen, nicht aber aus dem Vortrag. Journalisten mussten eine entsprechende Erklärung unterschreiben. Der DJV hat bereits protestiert: "Das ist ein klarer Eingriff in die Freiheit der Berichterstattung." Der Verband forderte die Veranstalter auf, "die Beschränkungen unverzüglich aufzuheben und den Journalistinnen und Journalisten eine freie Berichterstattung zu ermöglichen". Gore könne nicht den Vortrag, für den er den Friedensnobelpreis erhielt, gegenüber den Medien zur Geheimsache erklären. Gores Agentur hat urheberrechtliche Gründe angeführt.



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17 Oktober, 2007

Presserat: Angriff von der Uni Mainz

--- Bei seiner Jahrespressekonferenz hat der Presserat heute von einer außergewöhnlichen Lehrmethode berichtet: Ein journalistisches Seminar der Uni Mainz habe im vergangenen Jahr allein 118 Beschwerden eingereicht. 2006 gab es insgesamt 954 Beschwerden von Bürgern , die den Pressekodex durch Zeitungen verletzt sahen. Offenkundig wollte der Professor seine Studierenden testen lassen, ob auch wirklich jemand beim Presserat arbeitet. Denn von den Beschwerden seines Seminars waren 63 unbegründet, nur acht führten zu einer öffentlichen Rüge der Medien. WEnn er gewusst haben wollte, wie der Rat entscheidet, hätte er auch das Jahrbuch lesen können.
"Das ist im Prinzip Unsinn", sagt Presserat-Sprecher Fried von Bismarck zum Vorgehen der Uni. Es sei nicht Aufgabe des Presserates, jeden möglichen Fall zu verfolgen. "Wir wollen das Bewusstsein in der Öffentlichkeit halten." Der Professor scheint es auch gemerkt zu haben. Bislang wurden in diesem Jahr von seinen Studierenden 35 Eingaben gemacht.
Nun zum ernsten Teil der PK: Es werden immer häufiger öffentliche Rügen vom Presserat ausgesprochen, weil gegen Ziffer 7 des Pressekodexes verstoßen wird, wonach der redaktionelle vom werblichen Teil zu trennen ist. "Das zeigt, dass es in dem Bereich ein Problem gibt." Pikant: Zeitgleich gab die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft im Nebenraum der Bundespressekonferenz eine PK. Die INSM lebt davon, über Kooperationen mit Zeitungen ihre Inhalte in die redaktionellen Teile der Zeitungen zu hieven.
Der Presserat fordert, auch bei Online-Medien der Verlage die Wahrung des Pressekodex verteidigen zu dürfen. Er sei der einzige Rat in Europa, der das noch nicht dürfe. Die Verlage dürften wissen warum: Etliche Online-Medien leben gerade davon, Werbung und redaktionellen Teil nicht zu trennen und so hohe Einnahmen zu generieren, die ansonsten online schwer zu erzielen sind.

Ansonsten: Die polnische Regierung wirft den deutschen Medien in einer Broschüre vor, gleichgeschaltet zu sein, berichtet die FAZ.
Reporter ohne Grenzen hat den neuen Index für Pressefreiheit veröffentlicht. Deutschland steht auf Platz 20. Polen ist übrigens Schlusslicht im EU-Vergleich.


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16 Oktober, 2007

Mindestlohn: Zeitungen gegen Post

--- Was so eine Debatte um den Mindestlohn für Kreise ziehen kann: Die deutschen Verlage und die Deutsche Post AG liefern sich eine öffentliche Schlacht um die Zukunft der Zustelldienste. 2008 fällt das Briefmonopol der Post, was der Springer-Verlag (Pin) aber auch die WAZ, der Holtzbrinck-Verlag oder DuMont mit neuen Unternehmen nutzen wollen. In einer gemeinsamen Anzeigenkamapgne wettern sie gegen den von der Post diktierten Mindestlohn, der weit höher ist als die Löhne, die in den Verlagsunternehmen gezahlt werden (was nicht heißt, dass sie Hungerlöhne zahlen). Weil Post-Chef Zumwinkel vor allem eine Kampagne der BILD gesehen haben will, hat er jetzt Anzeigen im Wert von 800 000 Euro bei Springer gestrichen. "Wir werden sie im Wettbewerb bluten lassen"; kündigt Zumwinkel an. Was für eine Sprache! Sein Ziel: Der von seinem Unternehmen allein festgelegte Mindestlohn von 9,80 Euro soll für alle Unterenhmen der Branche gelten, so dass der hohe Lohn ihn vor den kleinen agilen Wettbewerbern schützt. Man kann nur hoffen, dass die potenten Verlage sich nicht von dem Monopolisten einschüchtern lassen, sondern klare Kante zeigen. Nur so können endlich die Preise sinken und die Post nicht mehr Milliarden schwerre Monopolgewinne einstreichen, mit denen sie sich weltweit Unternehmen kauft, während die Kunden hierzlande in die Röhre schauen.

Und sonst: Die SZ hat nachgezählt: Auf dem deutschen Zeitungsmarkt werden rund 60 Wohn- und Gartenzeitschriften verkauft. Dazu passt, dass die neuen IVW-Zahlen da sind: Absoluter Verkaufsschlage rim 3. Quartal war die Zeitschrift "Landlust" mit einem Plus von mehr als 100 Prozent auf mehr als 200 000 Exemplare. Erstens fragt man sich, wie die das hinbekommen haben und 2. warum ich - sofern es ein ehrlicher Erfolg ist - das Heft noch nicht kenne?

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13 Oktober, 2007

Rechtschreibung: Die achtziger Jahre und andere

--- Eine der kniffligsten Fragen (ich jedenfalls frage mich das immer wieder und das Rechhtschreibprogramm von "Word" behandelt alle Variantenimmer wieder als falsch) bei der neuen Rechtschreibung behantwortet heute für uns Lisa Walgenbach: Wie lautet die korrekte Schreibweise, wenn es darum geht ein Jahrzehnt zu benennen? Hier ist die Antwort:

Wenn es darum geht, ein Jahrzehnt zu benennen, bietet das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung seit der Umsetzung der Orthografiereform am 1. August 2007 den Schreibenden die Möglichkeit, unter folgenden Varianten zu wählen, so z. B.:
• achtziger Jahre, in Ziffern ausgedrückt: 80er Jahre
• Achtzigerjahre, in Ziffern ausgedrückt: 80er-Jahre

Verbindungen des Typus 1980er Jahre u. Ä., wie sie häufig von Schreibenden verwendet werden, sind nicht falsch, wohl aber unüblich.

Die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen, die am 1. August 2007 die vom Rat für deutsche Rechtschreibung überarbeiteten Orthografieregeln einführten, verwenden die Variante 80er Jahre, vgl. www.die-nachrichtenagenturen.de.

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11 Oktober, 2007

FAZ: Es lebe die FR

--- Die alte FR ist tot, die FAZ führt sie fort. Dieser Gedanke stellt sich ein, wenn man die FAZ in ihrem neuen Gewand betrachtet. Es bricht mit allen Traditionen, all dem, was die FAZ einzigartig gemacht hat und ist damit leider nicht mehr die FAZ. Schade!

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01 Oktober, 2007

FAZ: Neues auf der Titelseite


--- Allen Romantikern und Historikern sei empfohlen, am Donnerstag die FAZ zu kaufen. Es wird das letzte Mal sein, dass kein Foto auf der Titelseite prangt. Auch soll die Frakturschrift, mit der die Kommentare überschrieben sind, verschwinden. Freitag erscheint dann das Traditionsblatt mit neuem Make-Up. Man darf gespannt sein, wie die konservative Leserschaft reagiert. Die Herausgeber jedenfalls haben lange Zeit mit sich und diesem Schritt gerungen.

Update --- ES IST PASSIERT: DIe FAZ ist bunt!! Ausführliches finden alle Interessierten HIER.

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Ostafrika: Journalisten fordern Pressefreiheit

--- Journalistenverbände in Afrika haben sich in einer gemeinsamen Erklärung für die Pressefreiheit auf dem Kontinent eingesetzt. DPA berichtet: "Journalisten sterben und erfahren Verfolgung durch gewalttätige Kräfte», sagte Omar Faruk Osman, Generalsekretär des somalischen Journalistenverbands, in einer am Montag veröffentlichten
Stellungnahme. «Dieser Zustand der Unsicherheit ist einer der größten
Feinde der Pressefreiheit, weil Journalisten ihren Pflichten in einem
Zustand der Gesetzlosigkeit nicht nachkommen können.»"
In letzter Zeit sind Journalisten in Afrika immer wieder von staatlicher Seite unter Druck gesetzt worden.

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