30 Mai, 2007

FR kompakt im Tabloid

--- Seit heute erscheint die Frankfurter Rundschau im Tabloid-Format (so groß wie zwei DIN A4-Seiten etwa). Das Blatt, dass lange Zeit keine Neuerungen zuließ und deshalb kurz vor dem Aus stand, ist jetzt die erste Zeitung, die vom Nordischen Format umsteigt und so hofft, neue Leser zu gewinnen. Die alte 28-Seiten-Ausgabe erscheint jetzt als 56 Seiten Kompaktausgabe. Bislang erscheint nur die Welt neben der großformatigen Ausgabe auch als Tabloid. Ansonsten ist dieses Format in der Regel Gratis-Zeituungen vorbehalten.

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24 Mai, 2007

Redepause für Politiker

--- Nicht jedes Medienangebot sorgt auch für positive Publicity. Bundestagspräsident Norbert Lammert rät seinen Abgeordneten, zwei Jahre lang nicht mehr in Talkshows aufzutreten. Die Diskussionen hätten nicht dazu beigetragen, die Politikverdrossenheit zu beheben, im Gegenteil. Sein Vorgänger im Amt, Wolfgang Thierse, unterstützt ihn inzwischen dabei.

Und sonst: Das Netzwerk Recherche veranstaltet im Juni wieder seinen Jahreskongress. Thema: "Nutzwert-Journalismus für die Demokratie". Zugleich wurde jetzt eine nr-Werkstatt zu "Kritischer Wirtschaftsjournalismus" publiziert sowie eine Broschüre über die veränderten Nachrichtenfaktoren und die Folgen für den Journalismus. Die Hefte können über das Netzwerk bezogen werden.

Beim Doping im Radsport stellt sich die Frage: Sollte man über den "Sport" überhaupt noch berichten? Journalistisch sicher, bestimmt aber nicht, in dem man sich für viel Geld die Übertragungsrechte erkauft.

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08 Mai, 2007

Spindoktor und Sarkosy

--- Finanzminister haben viel Geld zu verteilen - und eigentlich gar keine Lust dazu. Sozialpolitiker sind ihnen suspekt und zugleich ihr natürlicher
Feind. Wohl auch deshalb lieben Finanzminister das spin-doctoring. So hatte etwa etwa Hans Eichel den Berater Schmidt-Deguelle eingekauft. Auch Nachfolger Peer Steinbrück versucht nun, übner den richtigen Spin die Begehrlichkeiten der prassenden Sozialpolitiker einzudämmen - mit einer Art negative campaigning. Erst verkündet er am Wochenende, dass der Staat bis 2011 satte 200 Milliarden Euro mehr einnehmen wird als geplant - und das fünf Tage, bevor die Steuerschätzer die offizielle Zahl beechnen und bekannt geben werden. Für die Süddeutsche ist der Fall klar: ""Hinter der Strategie steckt kein Strategiewechsel, sondern schlichtes Kalkül nach dem Motto: Wir nennen die Zahl vorab und zerreden sie dann bis zum Freitag".
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Und sonst: Mit dem Wahlsieg des Franzosen Sarkosy regiert künftig ein neuer Berlusconi in Frankreich. trauzeugen und Freunde von ihm dominieren die Verlage im Land, die traditionell von Industriellen geführt werden. Mit dem Thema beschäftigen sich heute etliche Zeitungen, unter anderem Süddeutsche, Handelsblatt und FAZ.

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06 Mai, 2007

Anführungszeichen und neue Rechtschreibung

--- Lisa Walgenbach erklärt heute die Anführungszeichen in Verbindung mit anderen Satzzeichen:

Die Rechtschreibreform sorgt im Zusammenhang mit der wörtlichen Rede für folgende Neuregelung der Zeichensetzung:

Wenn nach dem wörtlich wiedergegebenen Text der Begleitsatz
(übergeordnete Satz) folgt (a) oder weitergeführt (b) wird,
ist nach dem Schlusszeichen ein Komma zu setzen, z. B.

a) „Überprüfen Sie sofort die Gasleitung!“, ordnete er an.
„Haben Sie den Wohnungsschlüssel schon wieder vergessen?“, schrie er.

Die wörtliche Rede verfügt in diesen Fällen über den grammatischen Status eines satzwertigen Satzgliedes, das anstelle eines Akkusativobjektes steht, und muss daher durch Komma von dem nachfolgenden Begleitsatz abgetrennt werden.

b) Er schrie: „Überprüfen Sie sofort die Gasleitung!“, und rannte ins Freie. Sie rief: „Weshalb haben Sie den Wohnungsschlüssel schon wieder vergessen?“, und sah ihre Nachbarin missbilligend an.

Auch hier besitzt die wörtliche Rede, die von dem Begleitsatz umschlossen wird, den grammatischen Status eines satzwertigen Satzgliedes und muss daher von diesem
durch Komma abgetrennt werden. (oder: ... Satzgliedes. Sie muss daher durch Komma von
diesem abgetrennt werden.)

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