27 Oktober, 2006

Lisa Walgenbach: Zur Zeit oder zurzeit?

--- Heute erklärt Lisa Walgenbach, was es mit den Worten zurzeit und Zur Zeit auf sich hat. Lest die Erklärung der Sprachwissenschaftlerin HIER.

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25 Oktober, 2006

Pressefreiheit: Bundestag debattiert

--- Heute steht das Thema Pressefreiheit auf der Tagesordnung des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages. FDP und Grüne hatten Gesetzentwürfe eingebracht, nachdem im vergangenen Jahr der BND-Skandal aufgekommen war. Der Nachrichtendienst hatte Journalisten für seine Zwecke eingespannt. Interessant, dass in der Anhörung fast ausschließlich Juristen gehört werden, dagegen keine ethischen Instanzen. Andereseits werden natürlich primär die Gesetzentwürfe, die sicher abgelehnt werden, verhandelt. Die Stellungnahmen finden sich HIER.

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17 Oktober, 2006

Magazine verlieren Auflage

--- Die Auflagen der großen Magazine sinken weiter: Laut IVW büßte der Spiegel 3,2 Prozent Leser ein im Vergleich zum Vorjahresquartal.; der Stern fast vier Prozent und Focus verlor 7,2 Prozent seiner Käufer. Die Bild verlor drei Prozent, die FAZ vier und die Süddeutsche ein Prozent.









Auch der langfristige Trend sieht nicht gut aus, wie die Grafiken der IVW zeigen.










Während sich die Tageszeitungen munter im Sinkflug befinden, stabilisieren sich zumindest die Wachentitel relativ wieder. Die Publikumszeitschriften dagegen verlieren, wenn sie auch auf einem sehr hohen Niveau liegen.










Die ausführliche Analyse findet sich HIER.

Und ansonsten: Springer plant, dass künftig mehr Aktien des Medienkonzerns dem gemeinen Aktionärspublikum zugänglich werden sollen und dass der Konzern dann in den M-Dax aufsteigen könnte, berichtet die FTD.

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11 Oktober, 2006

Putin: Debatte um Journalisten-Mord

--- Der Deutschlandbesuch des russischen Präsidenten Vladimir Putin ist erwatungsgemäß überschattet worden vom Mord an der Moskauer Journalistin Politkowskaja. In der ARD wie auch in der SZ nimmt Putin zu dem Fall Stellung, relativert dabei die Rolle der Journalistin in Russland sagt aber zu, dass die Täter gefasst werden müssen. Vor allem äußert er sich auch zur Lage der Presse und der Pressefreiheit in Russland. Dazu in der SZ:
"SZ: Zweifel an der Pressefreiheit in Russland wirft nicht nur der jüngste Mord auf. Im russischen Fernsehen findet sich kaum Kritik am Präsidenten. In der Rangliste zur Pressefreiheit, welche die Vereinigung "Reporter ohne Grenzen" erstellt hat, rangiert Russland ganz weit hinten auf dem 140. Platz. Halten Sie die Medien in Russland für frei?
Putin: Russland befindet sich in einer Übergangszeit. Die Massenmedien entwickeln sich. Im Land arbeiten mehrere tausend Fernsehanstalten. So sehr sich die Machthaber auf allen Ebenen das auch wünschen mögen - so ein riesiges System kann man nicht kontrollieren. Die Zahl der Printmedien ist noch größer. Es sind 35 000, mehr als die Hälfte davon mit ausländischer Beteiligung. Wenn wir aber auf den Medienmärkten des Westens Fuß fassen wollen, dann ist das kaum möglich. Unter bürokratischen Vorwänden wird das jahrelang hinausgezögert."
Das Übliche: Wenn es unangenehm wird, verweist man auf Statistiken und auf die anderen. Bezeichnend auch folgende Frage, ob der tschetschenische Premierminister Ramsan Kadyrow, ein wichtiger Mann Putins, hinter dem Mord an Politkowskaja stecke.
Putin: Nein. Ich kann Ihnen auch erklären warum: Ihre Veröffentlichungen haben weder seiner Politik geschadet noch seine politische Karriere behindert. [...] Möglich ist Unmut über die Tätigkeit der Journalistin, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine offizielle Person sich so ein furchtbares Verbrechen ausdenken könnte."
Was also wäre aber passiert, wenn die Journalistin die Karriere des Politikers mit ihren Berichten gerfährdet hätte? Wäre es dann geschehen oder gar legitim gewesen?

Der Deutsche Journalistenverband äußert sich:
"Der Deutsche Journalisten-Verband hat die aktuellen Aussagen von Russlands Präsident Wladimir Putin als scheinheilig bezeichnet. Es sei zynisch, vor dem Hintergrund des Mordes an Anna Politkowskaja und den alltäglichen Repressionen gegen Journalisten in Russland vom Fortschritt der Pressefreiheit in seinem Land zu sprechen, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Das grauenhafte Verbrechen an der regierungskritischen Journalistin ist nur die Spitze eines Eisberges", sagte Konken. "Die Unterdrückung kritischer Journalisten und Medien in Russland hat Ausmaße angenommen, wie wir sie aus der Sowjetzeit kennen.""

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09 Oktober, 2006

Drei Morde an Journalisten

--- Am Samstag wurde in Moskau die russische Journalistin Anna Politkowskaj erschossen. Sie hatte oft über die Greueltaten in Tschetschenien berichtet, wie es heute in den Medien zu lesen ist und galt als härteste Kritikerin der Kremlpolitik, wie die FAZ schreibt. Es soll sich um einen Auftragsmord gehandelt haben, wie ein Staatsanwalt in der SZ zitiert wird. "Den Angaben nach war Politkowskaja gerade vom Einkaufen zurückgekehrt. "Sie parkte ihr Auto vor der Haustür, nahm einige Taschen und ging in den Hausflur, wo ihr Mörder auf sie wartete", sagte ein Ermittler."
Ebenfalls am Wochenende wurden zwei deutsche Mitarbeiter der Deutschen Welle in Afghanistan erschossen. Die Taliban distanzierten sich von der Tat. Die SZ spricht von der "Rückkehr des Krieges". Offen ist, ob die Morde im Zusammenhang mit der Arbeit der DW-Mitarbeitern Arbeit stehen. Laut AFP kamen in den vergangenen 15 Jahren zehn deutsche Journalisten in Krisengebieten ums Leben.

*** Und ansonsten: Der britische "Telegraph" versucht digitaler Marktführer zu werden KLICK.
Vanity Fair startet in Deutschland mit einem wöchentlich erscheinenenden Magazin. Start soll der 8. Februar 2007 sein KLICK.

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