28 Januar, 2006

Medium-Magazin: Wühlen im Dreck

--- Der distanzierte Leser des Medium-Magazins, Fachzeitschrift der Journalisten, mag von diesem Blatt erwarten, dass es die journalistischen Spielregeln einhält. Doch weit gefehlt. Das Blatt schlägt seit neuestem gnadenlos über die Stränge. Da berichtet ein Dr. Who, der anonym bleiben will, sich dabei aber als Kenner der PR-Szene geriert, über eine angebliche Liaison der Kommunikationschefin des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken mit dem Verbandspräsidenten. Beide werden natürlich mit Namen genannt und gleichzeitig gesagt, dass die PR-Expertin erst ihren Job bekam, nachdem der Verbandschef "dafür den anerkannten Kommunikationschef Rolf Kiefer gefeuert hat". Jeder dürfte damit wissen, wer die Quelle dieser angeblich wahren Liebschafts-Meldung ist, man fragt sich aber doch: Who the fuck is Rolf Kiefer? Zumindest wohl nicht bekannt und damit wohl auch allgemeinhin nicht anerkannt. Wie war noch die Journalistenregel, Medium-Magazin? Unter der Gürtellinie hört die Berichterstattung auf, das Privatleben anderer ist tabu.

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Blog, blogger, am bloggesten: Wer wir sind

--- Seit geraumer Zeit befassen sich Studenten und hochrangige Wissenschaftler mit dem Thema Weblogs. Währen die Laien sie gerne mal die "Klowände des Internets" nennen (von Matt), studieren die anderen vor allem die journalistischen Weblogs genauer. Gegenstand einer Untersuchung war vor kurzem auch unser zweiter Weblog, der Spindoktor, der von Studierenden der Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien befragt wurde. Neben uns wurden weitere journalistische Weblogs untersucht und als Vergleich dazu noch Weblogs von Medienhäusern. Die Ergebnisse findet ihr HIER.

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PR-Branche: Leichter Optimismus

--- Für das Jahr 2006 rechnen PR-Agenturen in Deutschland mit besseren Zeit. Laut PR-Trendmonitor, erstellt von DPA und Mummert gehen 56 Prozent der Fach- und Führungskräfte aus Agenturen von wachsenden Honorarumsätzen aus. "Demgegenüber sind die Pressestellen in den Unternehmen und Verbänden weiterhin zurückhaltender. Hier berichten nur 27 Prozent von wachsenden Budgets, 56 Prozent planen mit stagnierenden Budgets, bei 17 Prozent ist mit einem Rückgang zu rechnen. Vor allem kleinere Unternehmen fahren ihre PR-Budgets wieder hoch, während Betriebe mit 500 und mehr Mitarbeitern überdurchschnittlich oft von Kürzungen berichten."
Auch die Details, wofür Agenturen und Pressestellen ihr Geld ausgeben ist interessant. An Platz drei rangiert inzwischen "Medienkooperationen" (Tabelle: Gelb=PR-Agenturen, orange=Pressestellen; A: Klassische Pressearbeit, B: Produktion von Informationsmedien, C: Events, D: Interne Kommunikation, E: Medienkooperationen, F: Sponsoring, G: Evaluation, H: Awards/Wettbewerbe, I: Krisen-PR, J: Guerilla-PR). Das bestätigt, dass sich Unternehmen etc. mehr und mehr über journalistische Dienstleistungen in den redaktionellen Teil der Zeitungen einkaufen. Auch interessant: Angeblich haben die meisten Pressesprecher noch nie eine Notlüge bei Journalisten anbringen müssen. Die eigene Erfahrung dürfte den meisten Journalisten etwas anderes sagen.

Mehr Details unter www.pr-trendmonitor.de

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26 Januar, 2006

Zeitungen: Auflage sinkt weiter


--- Die Zeitungen in Deutschland verlieren weiter an Auflage. Pro Tag wurden 27,16 Millionen Exemplare und damit rund 2,51 Prozent weniger verkauft als noch ein Jahr zuvor, wie die Zeitungs Marketing Gesellschaft (ZMG) berichtet.

Die Abozahlen sanken ähnlich um 2,25 Prozent auf 17,82 Millionen, der Einzelverkauf sank sogar um 3,18 Prozent auf 8,15 Millionen. Allein die überregionalen Zeitungen konnten ein Plus von 1,48 Prozent verzeichnen.

Im Anzeigengeschäft sieht es ähnlich schlecht aus: 2005 sanken sie in den ersten drei Quartalen um 1,3 Prozent.
Dabei legten die überregionalen Zeitungen zu, während die anderen verloren. Der Stellenmarkt zog leicht an, ebenso die Reise-Anzeigen. Einen starken Einbruch gab es vor allem bei Immobilienanzeigen.

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Titelgeschichte: Leser stimmen online ab

--- Das „Wisconsin State Journal“ lässt seine Leser seit neuestem täglich über die Titelgeschichte des nächsten Tages abstimmen. Fünf Themen stellt die Zeitung online zur Auswahl, die Leser geben ihr Votum bis 16 Uhr ab. Erstes Top-Thema der Leser: Entlassungen beim Autokonzern Ford. Chefredakteur Tim Kelley hatte vorher die Vermutung geäußert, dass vor allem mehr Sportnachrichten auf die Titelseite rutschen könnten. Ein interessantes Experiment, ob Leser andere Prioritäten setzen als Redakteure.

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Gerüchte: Wie entstehen sie?

--- Eine geniale Geschichte findet sich heute in der Süddeutschen Zeitung, die eine Studie aus Nature zitieren. Danach hat der Göttinger Physiker Dirk Brockmann herausgefunden, wie sich Viren weltweit verbreiten. Seine Vergleichswerte waren dabei die Regeln, nach denen sich Geldscheine verbreiten. "Auf ähnliche Weise, sagen Experten, verbreiteten sich auch die Viren im Fall einer tatsächlichen Seuche, die im Gegensatz zur Vogelgrippe von Mensch zu Mensch übertragen würde. Kreuz und quer durch Europa und um die Welt trügen Reisende die Erreger. Jetzt hat erstmals ein Forscher am Modell der USA gezeigt, dass dieses menschliche Reiseverhalten gar nicht chaotisch ist, sondern mathematischen Gesetzmäßigkeiten gehorcht: dass also berechenbare Ausbreitungsmuster entstehen, die für eine Epidemie Vorhersagen ermöglichen." Die Bewegungsmuster der Geldscheine fand er über die Internetseite http://www.wheresgeorge.com , auf der Millionen von Amerikanern den Ort und die Seriennummer ihrer Greenbacks angeben. Brockmann untersuchte über die Daten das Reiseverhalten der US-Dollar und glich sie mit Virenmeldungen ab, die dem gleichen Muster folgten. Was heißt das jetzt für die journalistische Arbeit? Wie verbreiten sich Gerüchte? Gibt es dafür ähnliche Muster? Experten, bitte melden im FORUM!

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24 Januar, 2006

Springer: Offizielles Nein vom Kartellamt

--- Seit wenigen Minuten ist es hoch offiziell: Das Bundeskartellamt untersagt die Fusionspläne von Springer. "Nach Kartellamtspräsident Böge würde der Zusammenschluss auf dem Fernsehwerbemarkt, dem Lesermarkt für Straßenverkaufszeitungen sowie dem bundesweiten Anzeigenmarkt für Zeitungen zu einer nach dem Kartellrecht nicht genehmigungsfähigen Marktmacht führen." Auf dem Fernsehmarkt würden Springer und Bertelsmann über ein "wettbewerbsloses Duopol ohne wesentlichen Wettbewerb durch Außenseiter" verfügen; auf dem Lesermarkt für Straßenverkaufszeitungen "erhielte Springer die Möglichkeit, die Stellung der BILD durch werbliche und publizistische medienübergreifende Unterstützung (crossmediale Promotion) weiter abzusichern und damit zu verstärken" , auf dem Anzeigenmarkt für Zeitungen würde die Fusion mit Prosieben/Sat1 "die marktbeherrschende Stellung von Springer auf dem Anzeigenmarkt für Zeitungen weiter absichern". Nun bleibt die Frage, ob die Politik sich zu einer Ministererlaubnis durchringen kann, wie heute die Netzeitung berichtet. Diskussionen im Forum.

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Krisenstab: Satz des Jahres

--- Die Deutschen müssen seit einigen Wochen etliche Entführungen deutscher Staatsangehöriger ertragen. Nun hat es zwei deutsche Ingenieure im Irak erwischt. Zu jeder Meldung gehört dabei fogender Satz, der sich mittlerweile in die Köpfe eingebrannt haben dürfte: "Im Auswärtigen Amt wurde ein Krisenstab gebildet." Da zeigt sich, wie klassisch Nachrichten aufgebaut sind, den W-Fragen sei Dank. Mehr im Forum.

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17 Januar, 2006

IfP: Ausbildung bei Hörfunk und Print

--- Das IfP bietet wieder Volontariate bei privaten Hörfunksendern und bei Printmedien an. Bewerbungsschluss ist der 1. März. Mehr Infos findet ihr im FORUM.

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Springer: Medienmacht verhindert Fusionspläne

--- Heute legt die FAZ nach und beschäftigt sich mit der Frage, weshalb die Fusionspläne von Springer nun vermutlich endgültig scheitern werden. Vor allema ber diskutiert die FAZ noch einmal die Frage nach der Medienmacht. Wie in der Medienwirkungsforschung insgesamt, dürfte auch hier offen sein, wie Macht entsteht und wer sie letztlich besitzt. Dazu die FAZ: "Es ist bei all dem betrüblich zu konstatieren, daß nicht wenige den Rahmen, vor dem sich all dies vollzieht, zu eng stecken. Wenn der Springer-Chef Döpfner davon spricht, daß es bei dieser Fusion nicht um cross-mediale Effekte gehe und auch nicht darum, „Bild-TV” zu machen, sondern sich gegen die Yahoos, Ebay und Googles dieser Welt zu rüsten, können ihm viele - gerade in der Medienpolitik - offenbar nicht folgen, weil ihr Verständnis an nationalen Grenzen endet. Es kommt bei dieser Fusion doch gerade nicht darauf an, eine „nationale” Lösung zu protegieren, sondern zu verstehen, daß die Entwicklung der internationalen Medienbranche über Unternehmen von der Größe, wie sie Springer jetzt besitzt, längst hinweggegangen ist. Es mag zwar schick sein und dem Meinungsmainstream entsprechen, vor der Meinungsmacht Springers zu warnen und diese begrenzen zu wollen. Doch haben weder die Medien- noch die Wettbewerbswächter dafür nicht das richtige Verständnis und auch nicht das richtige Instrumentarium. Denn, wie bitte schön, mißt man „Medienmacht”, die verhindern können soll, daß Springer Pro Sieben Sat.1 bekommt? Warum wird von der Kek die potentielle „Meinungsmacht” von Zeitungen potentiell höher bewertet als jene von Zeitschriften, wie zum Beispiel „Spiegel”, „Stern” oder „Focus”? Das sind Fragen über Fragen, die sich einer juristischen Bewertung werden entziehen können - weil dafür die Zeit nicht bleibt. Wenigstens tun die Chefs der Landesmedienanstalten gut daran, das Votum der Kek in dieser Sache noch einmal zu untersuchen. Auch diesen fünfzehn Aufsehern der Privatsender mochte man bei ihren Entscheidungen über die Jahre immer wieder mal Kleinstaaterei oder betonte Standortinteressen vorwerfen. Doch arbeiten sie wenigstens mit einem verläßlichen rechtlichen Rahmen."

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16 Januar, 2006

Fußball-WM: Boom bei Magazinen

--- Pünktlich zur Fußball-WM kommen die Verlage mit neuen Fußball-Magazinen auf den Markt. Fernab der klassischen Berichterstattung wie im Kicker oder der SportBild, setzen die Hochglanzhefte auf Spielerkult und das Event Fußball. Das berichtet heute der Spiegel. Die neuen Magazine heißen "Player", "Champ" oder "Rund" und hoffen, die WM-Euphorie in Leser und damit in bare Münze umsetzen zu können. Offen ist, wie viele auch nach der WM noch wirtschaftlich arbeiten werden und damit Stellen im Journalismus schaffen.

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15 Januar, 2006

Reportageschule: Erster Jahrgang hat es geschafft

--- Seit einem Jahr exisitiert die "Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahle". Jetzt hat es der erst Jahrgang geschafft, während sich die Lehrer auf die nächsten Nachwuchsjournalisten freut, die vor allem Spaß daran haben, schöne Texte zu schreiben. Der Schulleiter erklärt wie die Bewerbung funktioniert: "Junge Journalisten können sich in der „Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl“ in einem Jahr zu fähigen Reportern ausbilden lassen. Die Reportageschule ist eine Kooperation zwischen der Journalistenagentur Zeitenspiegel im schwäbischen Weinstadt und der Design+Kommunikationsakademie Reutlingen (DEKART), einer Einrichtung der Volkhochschule Reutlingen. Vermittelt werden akribische Recherche, genaue Wahrnehmung und detailgenaues Beschreiben, Praktika in Redaktionen und Pressestellen sind Teil des Lehrplans. Die Dozenten sind praktizierende Journalisten teils großer Magazine („Spiegel“, „Stern“), im Kuratorium sitzen neben Vertretern der Bertelsmann Stiftung, der Porsche AG u. a. auch Edzard Reuter und der katholische Ethiker Prof. Dietmar Mieth. Die Reportageschule ist dem im April 2005 verstorbenen „Stern“-Journalisten Günter Dahl gewidmet, dessen Name für Anspruch, Glaubwürdigkeit und Verantwortung im Journalismus steht." Diskutiert direkt im Forum.

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14 Januar, 2006

Vogelgrippe: BILD setzt auf Panik

--- Manches Mal kann man echt an der BILD-Zeitung zweifeln. Da rückt die Vogelgrippe vor nach Zentraleuropa (wobei niemand auch nur annähernd die Dramatik der Sache vorhersagen kann) und BILD titelt: "Vogelgrippe - wo sie jetzt noch Tamiflu bekommen!" So lößt man im Land eine Panik aus. Danke, BILD! Mehr im FORUM.

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12 Januar, 2006

Springer: Mitgemacht, Spaß gehabt

--- --- Wann besitzt ein Medienunternehmen Medienmacht? Wann bestimmt ein Medien die Themenagenda, wann wird der Spaß zu ernst? Wenn Springer mit seiner BILD den halben Privat-Fernsehenmarkt aufkaufen will? Spindoktor-Leser, nun seid ihr am Zug: Unter welchen Umständen würdet ihr die Übernahmen von ProSieben/Sat1 durch Springer genehmigen? Als Verhandlungesmasse stehen bereit: Pro Sieben, Sat1, Kabel Eins, N24, Neun live sowie Bild BamS, Welt, WamS, fünf TV-Zeitungen und weiterer Kleinkram. Medien- und Kartellwächter an die Urne! Euer Votum zählt.

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FAZ, SZ: Knackige Überschriften

--- Heute ist es ein regelrechter Genuss, die Überschriften der überregionalen Tageszeitungen zu lesen. Die FAZ scheint einen neuen Überschriftenchef zu haben. Heute jedenfalls titelt die sonst eher altbacken daherkommende FAZ den Streit um das Atomwaffenprogramm im Iran mit den Worten: "Die EU in Sorge um den Weltfrieden - Teheran: Klamauk des Westens".
Die SZ widmet sich auf Seite Eins dem Umstand, dass EX-Außeminister Joschka Fischer womöglich Professor in den USA wird. Der süffisant, doppeldeutige Titel: "Nur der Ruf zählt", gefolgt von dem herrlichen Einstieg: "Kein Abitur, kein Studium - aber vielleicht schon bald Professor: Joschka Fischer zieht es offenbar an die Hochschule.", sind lesenwert.

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10 Januar, 2006

Recherchereise in die Ukraine

--- An dieser Stelle wollen wir einmal darauf hinweisen, dass es das sogenannte Journalists-network gibt. Hier werden junge Journalisten von erfahrenen Profis unterstützt. Die nächste Recherchereise findet Anfang März statt und führt in die Ukraine, wo bekanntermaßen Ende März ein neues Parlament gewält wird. Das Netzwerk lädt auch polnische Kollegen zu dieser Reise ein. Redakteure zahlen 450, Freie und Volontäre 300 Euro (Flug von Berlin, Unterkunft mit Frühstück, Transport in der Ukraine) für die Fahrt vom 1. bis 8. März. Bewerbungsschluss ist der 20. Januar 2006. Schickt einen Lebenslauf und eine Begründung für Euer Interesse an ukraine@journalists-network.org.

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09 Januar, 2006

Überschriften-Panne in der SZ

--- Manchmal begehen auch Qualitätszeitungen Fehler. In der heutigen Ausgabe der SZ findet sich auf Seite 7 eine Geschichte über Israels Regierungschef Ariel Scharon. Die Anmoderation über der Überschrift lautet: "Nach dem Schlganfall des Regierungschefs" und dann folgt die missverständliche Überschrift: "Rätselraten über Scharons Pläne". Dabei geht es weniger darum, weshalb Scharon wohl einen Schlaganfall erlitten hat oder jetzt im künstlichen Koma liegt (was bezweckt er damit, lautet weniger die Frage), sondern, welche Absichten er in letzter Zeit mit seiner Nahost-Politik wirklich verfolgt hat. Das ist auf dem ersten Blick aber nicht zu erkennen.

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08 Januar, 2006

Journalistenpreis: Theodor-Wolff-Preis 2006

--- Bis zum 15. Februar haben Journalisten noch Zeit, sich für den Theodor-Wolff-Preis zu bewerben. Die Auszeichnung gehört zu den renommiertesten im Lande. "Die Ausschreibung richtet sich an Journalistinnen und Journalisten, deren Beiträge zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2005 in einer deutschen Tages-, Sonntags- oder politischen Wochenzeitung erschienen sind. Mit dem Preis gewürdigt wird die Leistung von hauptberuflich journalistisch tätigen Autoren, die in der deutschen Öffentlichkeit das Bewusstsein für Qualität, Bedeutung und Verantwortlichkeit journalistischer Arbeit lebendig erhalten." Wer den Preis schon einmal gewonnen hat, darf sich nicht noch einmal bewerben. Es gibt fünf Einzelpreise, die mit je 6000 Euro dotiert sind. Die Kriterien der Jury: "Auf der Grundlage der von Theodor Wolff gesetzten Maßstäbe,
demokratische und gesellschaftspolitische Verantwortung, politischer Sensus,
gründliche Recherche, eingehende Analyse und breite Information,
Vorbildlichkeit in Sprache, Stil und Form,

werden Beiträge ausgezeichnet, die ein bedeutsames Thema behandeln oder wegen ihres Neuigkeitsgehalts und der Art der Präsentation für einen wachen Journalismus beispielhaft erscheinen. Hierfür eignen sich besonders die klassischen journalistischen Stilformen - Hintergrundbericht, Reportage, Feature, Kommentar, Glosse und Leitartikel."

Wir wünschen viel Erfolg bei der Bewerbung. Diskussionen im FORUM.

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04 Januar, 2006

Springer/ProSieben: Wie geht es weiter?

--- Derzeit dominiert die Medienseiten der großen Tageszeitungen nur noch ein Thema: Die geplante Übernahme der ProSieben/Sat1-Media durch den Springer-Konzern. Die Debatte kocht inzwischen so hoch, dass die gesamte Medienbranche, inklusive Landesmedienanstalten, der Kommission zur Ermittlung des Konzentrationsbedarfs und das gesamte Pressefusionsrecht zur Disposition stehen. Grund genug, die aktuelle Debatte intensiv weiterzuverfolgen.

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